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Rechtliche Aspekte der Landwirtschaft in Deutschland

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Настоящее учебное пособие предназначено для самостоятельной работы аспирантов сельскохозяйственных вузов в области перевода оригинальных профессионально ориентированных немецких текстов и содержит неадаптированные материалы из немецкоязычной прессы последнего десятилетия. Пособие направлено на подготовку аспиранта к участию в работе российских и международных исследовательских коллективов по решению научных и научно-образовательных задач, а также по использованию современных методов и технологий научной коммуникации в соответствии со ФГОС высшего образования (уровень подготовки кадров высшей квалификации).
Федяева, Т. А. Rechtliche Aspekte der Landwirtschaft in Deutschland : учебное пособие по внеаудиторному чтению для аспирантов сельскохозяйственных вузов, изучающих немецкий язык (уровень подготовки кадров высшей квалификации) / Т. А. Федяева. - Санкт-Петербург : СПбГАУ, 2022. - 58 с. - Текст : электронный. - URL: https://znanium.com/catalog/product/1902067 (дата обращения: 21.07.2024). – Режим доступа: по подписке.
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Ш       САНКТ-ПЕТЕРБУРГСКИЙ
Ш    W ГОСУДАРСТВЕННЫЙ




                \Л"4ГРАРНЫЙ




      УНИВЕРСИТЕТ



Т.А. ФЕДЯЕВА






            RECHTLICHE ASPEKTE
            DER LANDWIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND



УЧЕБНОЕ ПОСОБИЕ по внеаудиторному чтению

для аспирантов сельскохозяйственных вузов, изучающих немецкий язык

(уровень подготовки кадров высшей квалификации)









Санкт-Петербург

2022


�ИНИСТЕРСТВО СЕЛЬСКОГО ХОЗЯЙСТВА РФ САНКТ-ПЕТЕРБУРГСКИЙ ГОСУДАРСТВЕННЫЙ АГРАРНЫЙ УНИВЕРСИТЕТ



Т.А. ФЕДЯЕВА









        RECHTLICHE ASPEKTE
        DER LANDWIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND



УЧЕБНОЕ ПОСОБИЕ по внеаудиторному чтению


для аспирантов сельскохозяйственных вузов, изучающих немецкий язык

(уровень подготовки кадров высшей квалификации)











Санкт-Петербург

2022


�ДК 811.111
ББК 81.432

Рецензенты:

доктор филологических наук, доцент кафедры иностранных языков СПбГТИ (ТУ) И.С. Макарова,
доктор культурологических наук, заведующий кафедрой иностранных языков и культуры речи СПбГАУ А.В. Зыкин.


     Федяева, Т.А. Rechtliche Aspekte der Landwirtschaft in Deutschland : учебное пособие по внеаудиторному чтению для аспирантов сельскохозяйственных вузов, изучающих немецкий язык (уровень подготовки кадров высшей квалификации) / Т. А. Федяева. - СПб.: СПбГАУ, 2022. - 58 с.

     Настоящее учебное пособие предназначено для самостоятельной работы аспирантов сельскохозяйственных вузов в области перевода оригинальных профессионально ориентированных        немецких текстов и содержит
неадаптированные материалы из немецкоязычной прессы последнего десятилетия. Пособие направлено на подготовку аспиранта к участию в работе российских и международных исследовательских коллективов по решению научных и научно-образовательных задач, а также по использованию современных методов и технологий научной коммуникации в соответствии со ФГОС высшего образования (уровень подготовки кадров высшей квалификации).



     Рекомендовано к изданию Учебно-методическим советом СПбГАУ, протокол № 03 от 01 марта 2022 г.










                                  © Т.А. Федяева, 2022
                                  © ФГБОУ ВО СПбГАУ, 2022


NHALT


1. RECHTLICHE ASPEKTE DER UMWELTSCHUTZT ............................. 4
  1.1. Pestizide .................................................... 4
  1.2. Pestizide und unsere Gesundheit - die Sorge wachst.............4
  1.3. Geschadigte Okosysteme.........................................5
  1.4. Kompromiss gesucht ........................................... 6
  1.5. Historie nationaler Regelungen im Pflanzenschutz ............. 7
  1.6. Kontrolle von in Gebrauch befindlichen Geraten ............... 9
  1.7. Richtlinie uber einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft fur die nachhaltige Verwendung von Pestiziden......................................... 10

2. BAURECHT ........................................................ 11
  2.1. Bauvertrag (Deutschland) .................................... 11
  2.2. Gesetzliche Regelungen fur Bauvertrage........................11
  2.3. Unternehmereinsatzformen .................................... 13
  2.4. Vertragsbedingungen ......................................... 14
  2.5. Internationale Bauvertragsbedingungen ....................... 14
  2.6. Projektmanagement............................................ 16
  2.7. Standards und Normen ........................................ 22
  2.8. Projektmanagement-Prozessgruppen ............................ 26
  2.9. Generalubernehmer.............................................30
  2.10. Einbehalt................................................... 33

3. GESTALTUNG EINES MODELLS HANDELBARER
FLACHENAUSWEISUNGSKONTINGENTE - UNTER
BERUCKSICHTIGUNG OKOLOGISCHER, OKONOMISCHER, RECHTLICHER UND SOZIALER ASPEKTE ................................... 38
  3.1. MaBstabe und Verfahren der Primarzuteilung....................41
  3.2. Abgleich von Kontingentierungsmakroplan und Erstzuteilung ....44
  3.3. Flachenzertifikatehandel .....................................47
  3.4. Garantie des Grundstuckseigentums aus Art. 14 Abs. 1 GG.......47
  3.5. Berufsfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 GG......................... 52
  3.6. Ergebnis zu den Rechtlichen Aspekten der Systemausgestaltung. 55

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    1. RECHTLICHE ASPEKTE DER UMWELTSCHUTZT

    1.1. Pestizide

     Die Gesundheit der Beschaftigten in der Landwirtschaft sowie der breiteren Bevolkerung, einschliesslich Kindern, wird bedroht durch die Pestizide,die in landwirtschaftlichen Gebieten zum Einsatz kommen, und potenziell durch jene, die in unserer Nahrung zu finden sind.
     Es gibt zahlreiche Belege, dass die Exposition gegenuber bestimmten Pestiziden ein signifikanter zusatzlicher Risikofaktor fur viele chronische Erkrankungen ist, darunter verschiedene Krebsarten, neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer sowie Erkrankungen von Neugeborenen. Zudem gibt es Indizienbeweise, dass die Exposition gegenuber Pestiziden mit Storungen des Immunsystems und des hormonellen Gleichgewichts in Zusammenhang steht. Zwar sind die Durchfuhrung grossangelegter Experimente und eine direkte Bewertung von Kausalitaten bei diesen Storungen der menschlichen Gesundheit nicht unproblematisch. Die statistischen Zusammenhange zwischen der Exposition gegenuber bestimmten Pestiziden und der Inzidenz einiger Krankheiten sind jedoch uber- zeugend und konnen nicht ignoriert werden. Die Mechanismen, durch die Pestizide Krankheiten hervorrufen konnen, sind noch nicht vollstandig erforscht. Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass diese Chemikalien bei der Beeintrach- tigung der Funktion entgiftender Enzyme eine Schlusselrolle spielen und Auswirkungen im gesamten Korper haben, die durch Ionenkanale und Rezeptoren vermittelt werden.

    1.2. Pestizide und unsere Gesundheit - die Sorge wachst

     Daruber hinaus sind Teile der Bevolkerung fur die gesundheitlichen Auswirkungen einer Pestizidexposition von Geburt an bzw. genetisch besonders anfallig und daher aller Wahrscheinlichkeit nach einem hoheren Risiko ausgesetzt als die restliche Bevolkerung. Solange landwirtschaftliche Betriebe weiterhin routinemassig auf Pestizide zuruckgreifen, wird die Herausforderung wohl nicht zu bewaltigen sein, solche Unterschiede zu identifizieren und politische Ansatze zu entwickeln, die sicherstellen, dass jeder Mensch in hohem Masse geschutzt ist.


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    Hinzu kommt, dass zukunftige Generationen ohne Kontakt zu diesen Substanzen durch transgenerationale epigenetische Vererbung ebenfalls einem erhohten Erkrankungsrisiko ausgesetzt sein konnen.
     Zahlreiche synthetische Pestizide, die in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, sind ausgesprochen langlebig und praktisch uberall auf der Welt nachweisbar. Folglich sind wir uber die Nahrung, die wir zu uns nehmen, und die Umwelt, in der wir leben, einem wahren Chemikaliencocktail ausgesetzt. Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein Grossteil dieser Exposition gegenuber Chemikaliengemischen stattfindet, deren toxische Auswirkungen - insbesondere uber langere Zeitraume hinweg - nicht bekannt sind (Reffstrup et al. 2010). In einigen Fallen konnen diese Substanzen derart miteinander reagieren, dass Chemikaliengemische eine unvorhersehbare und auch hohere Toxizitat als die einzelnen Bestandteile selbst aufweisen. Zwar wurden Versuche unternommen, die Toxizitat dieser Interaktionen zu beschreiben, jedoch mundeten diese in keine anerkannten internationalen Richtlinien zur Bewertung solcher Risiken. Pestizide sind naturlich nicht die einzigen gefahrlichen Chemikalien, denen wir tagtaglich ausgesetzt sind.
     Aus diesem Grund ist es zwingend notwendig, die menschliche Exposition gegenuber gefahrlichen Chemikalien zu verringern und, wo immer moglich, vollstandig zu verhindern. Im Falle von Agrochemikalien erfordert dies ein grund- legendes Umdenken und eine grundlegende Veranderung unserer landwirtschaftlichen Systeme mit dem Ziel, der Belastung durch synthetische Pestizide ein Ende zu setzen. Oberstes Gebot muss der Schutz der Gesundheit sein - nicht nur jener von besonders stark exponierten und/oder anfalligen Gruppen wie Beschaftigten in der Landwirtschaft und Kindern, sondern auch jener der Allgemeinbevolkerung und der naturlichen Okosysteme.


    1.3. Geschadigte Okosysteme

     An der Universitat Freiburg forscht Bienenexpertin Alexandra-Maria Klein daran, welche Auswirkungen die auf Hochstertrage ausgerichtete deutsche Landwirtschaft auf die Bienenwelt hat. Beispiel: Ausgedehnte Obst-oder Gemuseplantagen. «In diesen intensiv bewirtschafteten Plantagen gibt es kaum noch Insekten. Ein paar Ohrenkneifer, ein paar Ameisen und das war s dann auch schon. Denn wir haben hier wenig

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ahrungsressourcen und wenig Nistplatzressourcen, was aber fur Bienen sehr wichtig ist», resumiert Bienenexpertin Klein.
     Von den fast 550 heimischen Bienenarten ist nur die Honigbiene genugsam genug, in solchen Monokulturen zu uberleben. Sollte sie durch Krankheiten oder Unwetter in einem Jahr nicht ausfliegen, waren Ernteausfalle gewiss. Der Artenschwund in der Luft schadet spatestens dann auch dem Menschen. Laut IPBES ist bereits die Halfte aller Okosysteme durch menschliche Eingriffe schwer geschadigt worden.

    1.4. Kompromiss gesucht

     «Moderne Pestizide schadigen die Insekten schon in 100-fach geringerer Dosis als bei der Zulassung angegeben». Helmholtz-Institut fur Umweltforschung UFZ in LeipzigMathias Lies vom Helmholtz-Institut fur Umweltforschung UFZ in Leipzig untersucht in kontrollierter Laborumgebung, welche Wirkungen Pestizide auf Ackern und Feldern haben. Seine Forschungsarbeit zeigt: «Moderne Pestizide schadigen die Insekten schon in 100-fach geringerer Dosis als bei der Zulassung angegeben». Die Grenzwerte gingen an der Realitat vorbei, meint Lies. Er hofft, mit seinen Studien den Zulassungsbehorden eine Basis fur neue, niedrigere Grenzwerte geben zu konnen. Und er baut auf die Verbraucher -denn ohne massiven Pestizideinsatz wird der Ertrag kleiner und das Agrarprodukt teurer.
     So entdeckte Greenpeace vor kurzem bei einer Uberprufung von 750 Gemuseproben Ruckstande von Endosulfan in Tomaten, Birnen und Gurken aus Spanien, in Trauben aus Italien und in Gurken aus Osterreich und den Niederlanden. Die Mengen des Wirkstoffes, der Milben und Blattlause bekampft, waren nicht gesundheitsgefahrdend, beruhigt das Bundesinstitut fur Risikobewertung.
     Doch in deutschen Produkten hatten solche Ruckstande uberhaupt nicht auf- tauchen durfen. Der von der Weltgesundheitsorganisation als gefahrlich eingestufte Stoff wird in Deutschland zwar hergestellt und exportiert, sein Einsatz ist seit 1991 in der Bundesrepublik jedoch nicht mehr zugelassen.
     «Streng genommen verstoBen Produkte mit solchen Ruckstanden gegen deut- sches Recht», sagt Irene Lukassowitz vom Bundesinstitut fur Risikobewertung. Wenn jedoch keine Gesundheitsgefahrdung vorliege und die im Herkunftsland erlaubte Hochstmenge eingehalten sei, konne das Produkt nicht vom Markt genommen werden.


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    In der Amtssprache heiBt das «gegenseitige Anerkennung» - der freie Binnenhandel fordert hier seinen Tribut. So kann etwa ein Spanier, der sein Gemuse mit einem Pflanzenschutzmittel bespritzt, welches womoglich in Deutschland produziert wurde, aber hier nicht zugelassen ist, beim Bundesamt fur Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Stellt das Bundesinstitut fur Risikobewertung keine Gesundheitsgefahrdung fest, erlaubt das BVL die Einfuhr nach spanischen Regeln.
     «Auf diese Art und Weise sind in den letzten Jahren massenhaft deutsche Vorgaben zerschossen worden», sagt Manfred Krautter, Chemieexperte bei Greenpeace. «Andere Lander zwingen uns so ihre Ruckstandsmengen auf, und diese sind meist hoher als die deutschen». Tatsachlich hat das BVL in den vergangenen drei Jahren 224 so genannten Allgemeinverfugungen stattgegeben.


    1.5. Historie nationaler Regelungen im Pflanzenschutz


     Die ersten umfassenden rechtlichen Regelungen zum Pflanzenschutz in Deutschland stammen aus der ersten Halfte des letzten Jahrhunderts. Die erste grundsatzliche Ordnung erfolgte 1937 mit dem «Gesetz zum Schutze der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen».
     Nach dem Zweiten Weltkrieg erging 1949 zunachst das «Kulturpflanzenschutzgesetz», dann 1968 in der Bundesrepublik das «Pflanzenschutzgesetz» und schlieBlich 1986 das «Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz - PflSchG)». In der ehemaligen DDR wurde 1953 das Gesetz zum Schutz der Kultur- und Nutzpflanzen veroffentlicht. Am 1. Juli 1998 trat das Erste Gesetz zur Anderung des Pflanzenschutzgesetzes in Kraft. Diese Gesetzesanderung diente in erster Linie der Umsetzung von insgesamt 11 verschiedenen Richtlinien der Europaischen Union in deutsches Recht, insbesondere der Richtlinie des Rates vom 15. Juli 1991 uber das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln 91/414/EWG. Die nachste wichtige Anderung des Pflanzenschutzgesetzes ist am 5. Marz 2008 in Kraft getreten. Neu waren unter anderem Bestimmungen zur Aufzeichnungspflicht.
     Zulassung, Vertrieb und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, auch deren Ruckstande und Abfallbeseitigung, sind gesetzlich geregelt. MaBgeblichen Einfluss nehmen insoweit EU-Verordnungen, die direkt und



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nmittelbar in Deutschland gelten, sowie EU-Richtlinien, die der Umsetzung in nationale Vorschriften bedurfen.
     Die Richtlinie 2009/128/EG des Europaischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 uber einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft fur die nachhaltige Verwendung von Pestiziden (Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie) verpflichtet die Mitgliedsstaaten der EU, nationale Aktionsplane einzufuhren und dabei quantitative Zielvorgaben, MaBnahmen und Zeitplane zur Verringerung der Risiken fur die menschliche Gesundheit und die Umwelt festzulegen (Artikel 4 der Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie). Ihren NAP mussen die Mitgliedsstaaten der EU bis Ende 2012 an die Europaische Kommission und die anderen Mitgliedsstaaten der EU ubermitteln.
     Grundlage fur die Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie ist das 6. Umweltaktionsprogramm der EU von 2002 bis 2012. Eine thematische Strategie des 6. Umweltaktionsprogammes fordert die Mitgliedsstaaten auf: "Die Anwendung von PSM muss weiter reduziert werden. Ihre Anwendung muss nachhaltig erfolgen, um negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren."
     Daraus erwuchs dann der politische Auftrag fur die Entwicklung der Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie. Der Vorschlag der Europaischen Kommission fur eine Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie wurde am 13.01.2009 vom Europaischen Parlament verabschiedet. Sie ist Teil des sogenannten Pflanzenschutzpakets, zu dem noch die beiden Verordnungen zum Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (zur Ablosung der Richtlinie 91/414/EC) und zur statistischen Erhebung von Absatz und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gehoren.
     Die Verordnungen zum Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und die Richtlinie des Europaischen Parlaments und des Rates uber einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft fur die nachhaltige Verwendung von Pestiziden wurde dann am 24. September 2009 im EU-Agrarministerrat verabschiedet. Mit der Veroffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. November 2009 wurden diese Regelungen rechtsverbindlich und es begannen die Fristen fur die Umsetzung der Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie in den Mitgliedsstaaten.
     Mit Inkrafttreten der nationalen Aktionsplane im Jahr 2013 werden die Mitgliedsstaaten regelmaBig der Europaischen Kommission uber den Stand und die Anderungen ihrer nationalen Aktionsplane berichten. Die Kommission richtet ein Internetportal ein, um dort uber die Entwicklung und Ergebnisse der nationalen Aktionsplane in den Mitgliedsstaaten zu 8


nformieren.



    1.6. Kontrolle von in Gebrauch befindlichen Geraten

MaBnahmen der Europaischen Union

     (1)      Die Mitgliedstaaten gewahrleisten, dass beruflich eingesetzte Anwendungsgerate fur Pestizide regelmaBig kontrolliert werden. Der Abstand zwischen den Kontrollen darf bis 2020 funf Jahre und danach drei Jahre nicht uberschreiten.
     (2)      Die Mitgliedstaaten gewahrleisten, dass bis zum 14. Dezember 2016 mindestens eine Kontrolle der Anwendungsgerate fur Pestizide durchgefuhrt wurde. Nach diesem Zeitpunkt durfen nur Anwendungsgerate fur Pestizide beruflich eingesetzt werden, die bei der Kontrolle den Anforderungen genugt haben.
     Neue Gerate mussen innerhalb eines Zeitraums von funf Jahren nach dem Kauf mindestens einmal kontrolliert werden.
     (3)      Abweichend von den Absatzen 1 und 2 und im Anschluss an eine Bewertung der Risiken fur die menschliche Gesundheit und die Umwelt, einschlieBlich einer Beurteilung des Verwendungsumfangs der Gerate, durfen die Mitgliedstaaten
1.   a) andere Zeitplane und Kontrollabstande fur Anwendungsgerate fur Pestizide, die nicht fur das Spritzen oder Spruhen von Pestiziden verwendet werden, fur handgefuhrte Anwendungsgerate fur Pestizide oder Ruckenspritzen sowie fur zusatzliche Anwendungsgerate fur Pestizide, die nur in sehr geringem Umfang eingesetzt werden, anwenden; diese sind in den nationalen Aktionsplanen gemaB Artikel 4 aufzulisten.
b) Folgende zusatzliche Anwendungsgerate fur Pestizide gelten in keinem Fall als Anwendungsgerate, die nur in sehr geringem Umfang eingesetzt werden:
2.   Spritz- und Spruhgerate an Eisenbahnzugen oder Luftfahrzeugen;
a) Spritz- oder Spruhgestange, die breiter als 3 m sind, einschlieBlich Spritz-oder Spruhgestange an Saatgeraten;
b) handgefuhrte Anwendungsgerate fur Pestizide oder Ruckenspritzen von den Kontrollen ausnehmen. In diesem Fall stellen die Mitgliedstaaten sicher, dass die Anwender davon in Kenntnis gesetzt werden, dass die Zubehorteile regelmaBig gewechselt werden mussen und welche Risiken mit diesen Geraten verbunden sind, sowie, dass die Anwender gemaB Artikel 5 fur den korrekten Einsatz dieser Anwendungsgerate geschult sind.

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   1.7. Richtlinie uber einen Aktionsrahmen der Gemeinschaft fur die nachhaltige Verwendung von Pestiziden

24.11.2009 2009/128/EG

     Mit den Kontrollen soll sichergestellt werden, dass die Anwendungsgerate fur Pestizide den in Anhang II aufgefuhrten einschlagigen Anforderungen genugen, damit ein hoher Grad an Schutz fur die menschliche Gesundheit und die Umwelt erreicht wird.
     Bei Anwendungsgeraten fur Pestizide, die mit gemaB Artikel 20 Absatz 1 ausgearbeiteten harmonisierten Normen im Einklang stehen, wird davon ausgegangen, dass sie den wesentlichen Gesundheits- und Sicherheits- sowie Umweltanforderungen genugen.
     Berufliche Verwender fuhren regelmaBig Kalibrierungen und technische Kontrollen der Anwendungsgerate fur Pestizide gemaB der entsprechenden Fort- und Weiterbildung nach Artikel 5 durch.
     Die Mitgliedstaaten benennen die Einrichtungen, die fur die Umsetzung der Kontrollsysteme zustandig sind, und unterrichten die Kommission hieruber.
     Jeder Mitgliedstaat fuhrt Bescheinigungsregelungen ein, die eine Uberprufung der Kontrollen ermoglichen, und erkennt die in einem anderen Mitgliedstaat entsprechend den Anforderungen nach Absatz 4 ausgestellten Bescheinigungen an, wenn der Zeitraum seit der letzten in einem anderen Mitgliedstaat durchgefuhrten Kontrolle gleich oder kurzer als der Zeitraum des in seinem eigenen Hoheitsgebiet geltenden Kontrollabstands ist.
     Die Mitgliedstaaten sind bestrebt, die in anderen Mitgliedstaaten ausgestellten Bescheinigungen anzuerkennen, sofern die Kontrollabstande gemaB Absatz 1 eingehalten werden.

   Die MaBnahmen zur Anderung nicht wesentlicher Bestimmungen dieser Richtlinie, die die Anderung des Anhangs II zur Berucksichtigung des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts betreffen, werden nach dem in Artikel 21 Absatz 2 genannten Regelungsverfahren mit Kontrolle erlassen.

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